Über 90% SNR-Verbesserung bei Signia Hörgeräten über die letzten 10 Jahre, das ist eine Hausnummer! Zahlreiche Feature-Entwicklungen haben dazu geführt, dass wir heute sagen können: Das Thema Sprachverstehen ist mit Signia High-End Hörgeräten weitgehend gelöst, besonders dann, wenn mehrere Menschen gleichzeitig sprechen, die Umgebung laut ist und sich HörgeräteträgerInnen und GesprächspartnerInnen bewegen. IX bringt soziales Leben zurück – das ist mehr als nur Sprachverstehen.
Aber diese bahnbrechende Errungenschaft wurde nicht von heute auf morgen erzielt, sondern ist das Ergebnis jahrelanger Weiterentwicklung einzelner Features.
Die Anfänge
Hörgeräte mit früherer Richtmikrofonie erfassten Schall von vorne in einem breiten Winkel. Mit der drahtlosen Vernetzung beider Hörgeräte durch e2e wireless wurde 2016 das binaurale Beamforming möglich. Ein entscheidender Schritt, um Sprache mit einem messbaren Gewinn von 6,2 dB Signal-to-Noise-Ratio (SNR) nachweislich besser aus dem Störschall herauszuheben1 und die Höranstrengung im Zweiergespräch zu reduzieren1.
Doch ein Problem blieb: das Verstehen von Gesprächen mit mehreren Personen.
Augenmerk auf die eigene Stimme
2017 folgte mit Own Voice Processing (OVP) ein weiterer Meilenstein. Signia Hörgeräte erkennen die eigene Stimme der HörgeräteträgerInnen und verarbeiten sie separat. So entsteht ein natürlicheres Klangbild, was die Akzeptanz von Hörgeräten deutlich steigert².
Der große Vorteil für HörgeräteträgerInnen und HörakustikerInnen: Es müssen keine Kompromisse bei Tieftonverstärkung und -Kompression eingegangen werden, um den Effekt zu erzielen. Schon eine um wenige Dezibel verringerter Verstärkung kann die Hörbarkeit wichtiger Sprachanteile deutlich verschlechtern. OVP steigert die Spontanakzeptanz von Hörgeräten und beeinflusst das Trageverhalten positiv3.
Heute geht diese Technologie sogar noch weiter: Sie ist ein Bestandteil der Multi-Beamforming-Technologie, da dadurch relevante SprecherInnen von unbeteiligten Personen in der Nähe unterschieden werden.
Mehr Analyseparameter
Ab 2019 rückte die ganzheitliche 360-Grad-Umgebungswahrnehmung in den Fokus. Seitdem analysieren Signia Hörgeräte komplexe Hörsituationen deutlich präziser und passen sich automatisch an. Dynamic Soundscape Processing kombiniert bis heute eine Vielzahl an Analyseparametern wie Signal-Rausch-Abstand, Modulationsmuster von Sprache, Informationen zur eigenen Stimme, räumliche Richtungsinformationen sowie erstmals Bewegungsdaten.
Mit nur einem Steller in Connexx kann noch immer die Balance zwischen Umgebung und Sprache nach Bedarf individualisiert werden.
In realitätsnahen Szenarien wie Restaurants oder urbanen Umgebungen sorgte Dynamic Soundscape Processing für entspannteres Hören – wissenschaftlich belegt4.
Klangverbesserungen rund um die Uhr
Seit 2020 ist ein digitaler Assistent in der Signia App im Einsatz. HörgeräteträgerInnen erhalten bei Bedarf Klangvorschläge für ihre Hörgeräte, die sie sofort in ihrer Alltagsumgebung testen können. Der Signia Assistant basiert auf einem live lernenden Deep Neural Network.
Einzigartig: Getrennte Prozessoren für Sprache und Umgebung
Ein weiterer Fortschritt und bis ins Jahr 2026 einzigartig: die getrennte Verarbeitung von Sprache und Hintergrundgeräuschen mittels 2-Wege-Signalverarbeitung. Seit 2021 werden beide in separaten Prozessoren gezielt optimiert und anschließend wieder nahtlos zusammengeführt. Während traditionelle Hörgeräte Sprache und Hintergrundgeräusche in einem gemeinsamen Signalpfad verarbeiten, trennt die 2-Wege-Signalverarbeitung den Signaleingang aus der vorderen Hemisphäre für Sprache und aus der Umgebungshemisphäre für Hintergrundgeräusche.
Die 2-Wege-Signalverarbeitung erzielte signifikante Verbesserungen im Sprachkontrast für komplexe Restaurantsimulationen5. Und in einer weiteren Studie verbesserten sich die Sprachtestergebnisse bei der Mehrheit der Teilnehmenden unter alltagsnahen Bedingungen um etwa ein bis drei Dezibel SNR gegenüber ihren bisherigen Hörgeräten.6
Hallreduzierung ohne Umschalten
Je mehr "schallharte Flächen" in einem Raum vorhanden sind, etwa eine große Fensterfront oder Parkettboden, desto mehr stört Nachhall das Sprachverstehen. Direktschall, frühe und späte Reflexionen kommen bei der hörenden Person an. Während frühe Reflexionen (<50ms) für das Empfinden der Raumakustik und das Sprachverstehen förderlich sind, wirken sich späte Reflexionen negativ aus.
Auto EchoShield – 2020 eingeführt – reduziert automatisch die störenden Anteile und verbessert die Sprachqualität und den Hörkomfort – ein manueller Programmwechsel ist nicht nötig.
Durchbruch bei Gruppengesprächen
Besonders anspruchsvoll blieb bis dato das Verstehen in Gruppen, vor allem in lauten Umgebungen. Genau hier setzt die Multi-Beamformer-Technologie an. Dank einer aufwändigen Konversationsanalyse werden die Positionen von relevanten (statt zufälligen) SprecherInnen erkannt. Tausendmal pro Sekunde werden Daten erfasst und verarbeitet, sodass die GesprächspartnerInnen auch bei Bewegung hervorgehoben werden. Dadurch können HörgeräteträgerInnen aktiv am Gespräch teilnehmen, auch wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen. Studien zeigen, dass bis zu 95 % der NutzerInnen Gespräche in solchen Situationen besser wahrnehmen7.
Studien zeigen: bis zu 95 % der NutzerInnen nehmen Gespräche in Gruppen mit Signia besser wahr
Weitere Untersuchungen bestätigen die Vorteile des Multi-Beamformers8-10
10 Jahre Innovation – Fortschritt, der bleibt
Die Fortschritte moderner Signia Hörgeräte helfen dabei, Gruppengespräche leichter zu führen und die gemeinsame Zeit mit anderen Menschen zu genießen. Zehn Jahre Innovation zeigen klar: Es geht längst nicht mehr nur um Verstärkung, sondern um soziale Teilhabe und Lebensfreude. Und die Entwicklung geht weiter.
Weil Sprachverstehen erst der Anfang ist.